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Rainer Brunotte
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B) ----- 1) Orient etc
29 Apr. 2007 19:05

Zusatz zum Thema Orient
Wie sieht wohl die Geschichte des Orientes aus, Teil I


Zuerst wurde die Seidenstraße eingerichtet. Vermutlich von Marco Polo, vielleicht auch irgendwie anders. Die Seidenstraße beinhaltete, dass Handel zwischen Europa am einen Ende und Indien und China am anderen Ende stattfand. Das war gut für Europa, Indien und China, aber auch für den Orient. Da jetzt ständig prosperierende, mit Geld und Waren beladene Händler durch den Orient zogen, konnten die Leute im Orient davon profitieren, indem sie ihnen was verkauften, Abstiegen einrichteten, ihnen was abkauften. Der Orient konnte aufblühen und es entstand der erste, der alte Orient.
Dann kam Mohamed. Er sorgte dafür, dass der Orient sich vereinte, Araber das Sagen hatten und kein europäischer, indischer oder chinesischer Händler mehr die Seidenstraße passieren gelassen wurde; das Ende der Seidenstraße; denn jetzt hatten die Araber ein Monopol für den Handel zwischen Europa und Indien & China. Europäer fuhren absofort nur noch mit ihren Schiffen orientalische Häfen des Mittelmeers an, und mussten dort Waren aus Indien und China einkaufen und europäische Waren abliefern. Durch das Handelsmonopol konnten Araber Wucherpreise verlangen, und so blühte auf dem Rücken der Chines, Inder und Europäer der Orient. Das goldene Zeitalter des Orient war angebrochen.
Durch diesen Umstand entstand und wuchs in Europa ein Interesse, einen Seeweg nach Indien zu finden, um das Monopol der Araber zu umgehen. Die Portugiesen saßen an der richtigen Stelle, so suchten gerade sie einen Seeweg nach Indien und fanden ihn. Danach trat ein Kugelwelttheoretiker auf den Plan, Kolumbus, und wollte einen noch kürzeren Seeweg nach Indien entdecken. Er wollte es zunächst unter portugiesischer Flagge tun. Doch die Behauptung, dass der von Vasco da Gama gefundene Seeweg nicht ideal wäre, war eine Beleidigung des Nationalhelden, so musste er es unter spanischer Flagge tun. Unter dieser entdeckte er ja dann Amerika.
Der Seeweg nach Indien und China und die Entdeckung Amerikas und Erschließung amerikanischer Siedlungen als Handelspartner war das Ende für das arabische Handelsmonopol. Die goldene Zeit des Orients musste zuende gehen. Um das Handelsmonopol zu bewahren, schickten Sultane an der marokkanischen Küste Seeräuber aufs Meer, um europäische Handelsschiffe zu überfallen. Aber sie konnten das Ende des goldenen Orients nicht aufhalten.





Über den Prozess, einen Kontinent zu entdecken


In der Geschichte der Menschheit sind mehrfach andere Kontinente entdeckt worden und wieder in Vergessenheit geraten. Es herrschte immer die Sitte der Geheimhaltung. Wenn ein Volk einen neuen Kontinent entdeckte verriet es das seinen Nachbarvölkern nicht. Irgendwann wurde das Volk durch einen Krieg ausgelöscht und mit ihm sein Wissen von anderen Kontinenten, oder das Volk zog sich ganz auf den anderen Kontinent zurück und vergaß sein Wissen um seine Herkunft und verriet seinen neuen Nachbarn nichts, usw.
So wurde in der Geschichte der Menschheit mehrfach Amerika durch Europäer und Afrikaner entdeckt und Europa und Afrika durch Amerikaner, und Amerika durch Asiaten und Asien durch Amerikaner usw. Z:B: sind die Basken vermutlich von amerikanisch(-indianischer) Herkunft. Es gibt eine Sage, dass bei der Conquista, ein Indianerstamm einen Missionar verstanden, als spräche er ihre Sprache, wenn er mit ihnen auf Baskisch redete. Die Phönizier, insofern sie existierten, hatten vielleicht Kontakt mit den Azteken und Maya. Aber als sie in den 3 punischen Kriegen ausgelöscht wurden ging ihr Wissen verloren und im späteren Mexiko gingen die Besuche durch Hellhäutige, die aus dem Osten über die See kamen, aus. Der Isländer Leif Eirikson entdeckte schon Neu Fundland und Nordamerika. Doch als Island unter die Vorherrschaft Dänemarks kam, entschied man sich wohl den Kontakt mit den Siedlungen aufzugeben, um den Dänen und anderen Europäern nichts zu verraten.
Wir wissen, dass es heißte, Kolumbus habe gar nicht Amerika entdeckt, da er bis zu seinem Tod glaubte, dass er in Indien gewesen wäre. Demnach hätte dann sein Weggefährte Amerigo Vespucci Amerika entdeckt. Aber ich sage, dass weder Kolumbus noch Vespucci Amerika entdeckt haben; denn sie haben Amerika zwar entdeckt, aber nur für Spanien und Portugal. Nachdem sie Amerika entdeckt hatten, wusste nur Spanien, dass es exitiert, und hielt es gegenüber dem Rest der (Alten) Welt geheim. Portugal kam ihnen bald auf die Schliche, dann wurde der Papst (in Avignon) benachrichtig und involviert. Als der Vertrag von Tortesilla Amerika zwischen Spanien und Portugal aufteilte, und als die Conquista stattfand, wussten von der Existenz Amerikas nur Portugal, Spanien und der Varikan. Die hätte auch dichtgehalten. Es hätte wieder passieren können, dass Spanien und Portugal in Kriegen ausgelöscht und von Feinden erobert worden wären, und dadurch das Wissen um die Existenz Amerikas wieder verloren gegangen wäre. Aber es kam anders. Ein Schiff, das Steuereinnahmen aus Tenochtitlán nach Spanien transportierte, versegelte sich, und landete vor der Küste Frankreichs und geriet in die Hände frnzösischer Kaperschiffer. Von ihnen erfuhr der französische König von der Existenz Amerikas und Mexikos, und dass der Papst Europa diesseits der Pyrenäen betrogen hatte. Und das, wo der Papst in seinem Königreich Frankreich weilte. Der frnzösische König hätte sich seinen Anteil an Amerika verlangen können, aber er entschied sich anders. Er informierte die gesamte Alte Welt von der Existenz eines neuen Kontinentes jenseits des Atlantiks. Dabei hatte ein Elsässer in Berlin die Idee, dass man den neuen Kontinent nach Amerigo Vespucci ‘Amerika‘ nenne könne.
Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass Spanien und Portugal nicht ganz Amerika eingenommen hatten, sondern nur das heutige Lateinamerika. Der Norden war ihnen wohl zu kalt gewesen. Ein Franzose, Samuel de Champlain, entschied für den König, dass sich Frankreich doch noch seinen Anteil an Amerika holen sollte, und zwar ganz im Norden. Diese Kolonie wurde Québec genannt. Die Gründung von Québec war dann der Startschuss dafür, dass jetzt andere europäische Seefahrtsnationen (als Portugal und Spanien) mit der Kolonisation Amerikas und zwar Nordamerikas begannen, die Niederlande, England, Schottland, Schweden. Das war der Beginn der Kolonialgeschichte der späteren USA und Kanadas. Ebenso machten sich ab dann europäische Seefahrer daran, nach weitern Kontinenten zu suchen und entdeckten Australien.






Das Pferd und andere Tiere
keine Landbrücke


Als die Conquistadores in Amerika ankamen, war das Pferd den Ureinwohnern unbekannt. Die Pferde der Conquistaores erwiesen sich ihnen als Wunderwaffe. Da sie Pferd und Reiter mit Einem Tuch bedeckten, entstand für die Indios der Eindruck als wären die Ritter Tiere mit zwei Köpfen und sechs Beinen. Paläontologen haben aber Urpferdskelette in Südmarika und nur dort gefunden.
In prähistorischer Zeit muss das Pferd auf Schiffen von Südamerika nach Europa transportiert worden sein, und nach Asien, oder nach Asien und von da aus weiter über Land nach Europa. Dann irgendwann wurde das Pferd aus Südamerika vollständig abtransportiert, oder nachdem der Kontakt abgebrochen war wurde es in Südamerika mal ausgerottet oder ist ausgestorben.

Eine andere Theorie ist, dass das Pferd in Amerika zur Zeit der Conquista existierte. Aber niemand hatte herausgefunden, dass man Pferde reiten kann, es gab keine Kultur Pferde zu zähmen.
Das Reiten war in Südamerika nicht erfunden worden, weil das amerikanische Pferd viel kleiner war, als das eurasiatische, und es deswegen nicht dafür taugte, es als Reittier zu nutzen. Nach der Conquista, wo es nun das größere Pferd gab, ist das einheimische, kleinere Pferd ausgestorben oder wurde ausgerottet. Als später Paläontologen seine Überreste fanden, klassifizierten sie es als ‘Urpferd‘.



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A) --- 4) UNO
29 Apr. 2007 19:00

Im späten 19. Jahrhundert gab es in Australien einen Wunderheiler und Zetetiker (Zetetiker = Flachwelttheoretiker, mehr als Kreationist). Er wanderte im Jahr 1890 nach Amerika nach Chicago aus, und gründete dort eine Glaubensgemeinschaft (oder Sekte). Wie zuvor die Mormonen, so wurde auch diese Gemeinschaft verfolgt. Er und seine Anhänger erwarben deshalb um 1900 ein dorfgroßes Grundstück in der Mitte zwischen Chicago und Milwaukee. Dort gründeten sie ihre eigene Siedlung mit Kirche, namens Zion, in der sie ihren Glauben praktizieren konnten. Sie wirkten dort im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts und erarbeiteten ein modernes Flachweltbild, entwickelten eine Weltkarte:
Der Nordpol als Mittelpunkt der Erdscheibe und die Antarktis bildet einen Kreisring um die Erdscheibe. Es gibt keinen Südpol, sondern nur einen Nordpol, und über ihm thront der Polarstern.
1924 setzte ein Führungsmitglied der Gemeinde ein Preisgeld von $5.000 aus für denjenigen, der ihm beweisen kann, dass die Erde nicht flach ist. Das Preisgeld blieb die 20er und 30er Jahre über ausgeschrieben und niemand holte es sich ab.
Als sich die UNO gründete übernahm sie die von dieser Gemeinschaft entwickelte Weltkarte als ihre Flagge.

Seit den 50er Jahren wirkte Charles K. Johnson mit seiner Flat Earth Society. Diese Gesellschaft erlitt verständlicher Weise einen Rückschlag, als Menschen auf dem Mond landeten. Aber nachdem er und seine Anhänger sich längere Zeit die Bilder der Mondlandung wiederholt anschauten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass sie gefälscht seien. Er sprach später darüber, dass "ein ungeübtes Auge leicht durch diese Bilder zu täuschen sei, aber wenn man einige Tricks kenne, könne man erkennen, dass die Bilder falsch sind." Er meinte damit nicht nur die Mondlandung, sondern auch Bilder der Erde, die vom Space Shuttle oder von Satelliten gemacht worden sind.
C. Johnson wurde mal von der NASA persönlich eingeladen, um sich einen Raketenstart aus der Nähe anzuschauen und hinter die Kulissen zu schauen. Als er ihn sah, lachte er nur, und sagte, dass er jetzt gut sehen könne, dass alles nur Show wäre.
Er war noch in den 80er und 90er Jahren mit seiner Flat Earth Society aktiv und starb 2001. In seinen letzten Jahren meinte er, dass die Regierungen bald verkünden würden, dass die Raumfahrt ein Betrug ist und die Erde eine Scheibe. In den letzten Jahren (Stand 2005) gab es einerseits Fernsehberichte, die behaupten, dass die Mondlandung eine Fälschung gewesen wäre - 6% der amerikanischen Bevölkerung glauben das heute (Stand 2005) - und andererseits hat Bush in der Öffentlichkeit verkündet, dass er nicht an Evolution, sondern an einen göttlichen Schöpfungsakt glaube. Damit habe ich die Vermutung, dass es sich dabei um 2 Vorbereitungsschritte dafür handelt, der Welt zu verkünden, dass die Erde eine Scheibe wäre.



Desweiteren


wird auf der kreationistischen Seite www.evolution-facts.org behauptet, dass etwas Anderes als christlich-kreationistische Schöpfung oder die konventionelle Evolutionstheorie einschließlich Urknall unmöglich passiert sein könne. Es ist eine ziemlich lange, mehrere DIN A4 Seiten umfassende Hauptseite. In der Mitte steht in rot "A Word Of Clarification". Da steht diese Behauptung.
Wenn man auf dieser Seite weiterklickt, kommt man zu einer Beschreibung, dass die nun traditionelle Urknalltheorie nicht stimmt. Denn die gemessene Hintergrundsstrahlung ist zu schwach. Dann heißt es aber: "That points to Genesis."


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A) -- 3) Grönland
17 Apr. 2007 19:01

Auf dieser Seit ist in der Katastrophismustheorie das Vereisen Grönlands miteingeschlossen. Es heißt
- Die Vikingersiedlungen im Gönland mussten aufgegeben werden.

Auf einer isländischen Internetseite fand ich etwas über isländische Geschichte nicht nur in isländischer, sondern auch in englischer Sprache. Ich rekonstruiere den wohl eigentlich nicht für Ausländer gedachten Inhalt.



Es war vor der Zeit als Island entdeckt war, die Färöer waren schon entdeckt und besiedelt. Im Königreich Norwegen maßte sich der König Macht an, die er zuvor nicht gehabt hatte, und fing an, dem Volk vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Das gefiel einigen Unterthanen nicht. Ein Mann, vermutlich Ingolf Arnason, machte sich auf um zu erforschen, ob es jenseits der See bewohnbares Land gibt. Er machte eine Entdeckungsreise und entdeckte zwei Stücken Land: eine grüne Insel, ohne Bäume, aber mit fruchtbarem Land, mit Wintern nicht kälter als Plattdeutschland, größer als Dänemark; und jenseits dieser Insel eine große vereiste Landmasse. Für sich selbst nannte er die Insel Grönland bzw. Grænland und die große vereiste Landmasse Island bzw. Ísland.
Er beschloss, dass er mit seinen Freunden auf die grüne Insel fliehen wollte. Zu diesem Zweck vertauschte er auf den Karten, die er von seinen Entdeckungsreisen anfertigte die Namen Island und Grönland, und erzählte zuhause in Norwegen der Öffentlichkeit und dem König, dass die Insel vereist sei, und die große Landmasse jenseits der Insel grün. So hatte niemand ein Interesse, die Insel zu besiedeln. Seine engsten Freunde weihte er in das Gehemnis ein. Er bat nun den König mit einigen seiner engsten Freunde auf dieser Insel unbehelligt wohnen zu dürfen und der König willigte ein. Da sie ein trostloses Dasein fristen würden, hatte er kein Interesse sein Königreich dahin auszudehnen und ihr Leben dort zu kontrollieren.
Ingolf Arnason versammelte 2000 direkte und indirekte Freunde, die des Königs überdrüssig waren, um sich und segelte mit ihnen gemeinsam auf die grüne Insel Island, um dort die erste Siedlung zu gründen.
Es startete später eine Expedition von Norwegen oder Dänemark aus, um die vermeintlich grüne Landmasse Grönland in Besitz zu nehmen und zu besiedeln. Doch als die Siedler ankamen, fanden sie eine vereiste Landmasse vor. Sie dachten zunächst, es wäre eine Ausnahme oder Winter und bleiben einige Zeit. Als das Eis nicht schmelzen wollte, gaben sie die Siedlungen auf und kehrten nach Europa zurück, und schlussfolgerten irrtümlich, dass die bei der Entdeckung grüne Landmasse leider inzwischen vereist sei.
Da niemand wusste, dass Island eine grüne Insel ist, hatte Island später so gut wie keine Einwanderer.
Die norwegischen und dänischen Königshäuser eroberten aber nach einiger Zeit doch Island und die Eroberung blieb bestehen bis 1944.


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A) Neu Welt versus Alte Welt -- 2) Schema der Auswanderungsgeschichte
10 Apr. 2007 17:53

Schematische Notiz:

1580er: In Amerika ist alles größer und schöner.
1870er: Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten;
vom Tellerwäscher zum Millionär
<=>
Klassizistik und
Romantik


Diese schematische Notiz heißt:
In den 1580er Jahren begann in Europa, damals nur im protestantischen Europa, die Ausbreitung der Mentalität, dass in Amerika alles größer und schöner sei.
1871 war in Amerika das letzte Stück Land vergeben. Die ursprüngliche Version des Traums vom Auswandern war deshalb für Europäer nun ausgeträumt. Amerika hatte aber seinen damaligen Wohlstand dem stetigen Zufluss von Einwanderern zu verdanken und einem Einwanderergenerationenvertrag, oder die US-Regierung damals glaubt, dass es so wäre. Deshalb wollten die Einwanderungsbehörden, dass die Einwanderungsströme nicht abebbten, und ließen eine Alternativversion des Traums vom Auswandern in Europa verbreiten: Auswandern, um sich zunächst Job und Mietunterkunft zu holen und dann eine Karriere zu starten mit Karrieremöglichkeiten, wie es sie in Europa nicht gab. Das war zusammengefasst in den Slogans "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" und "Vom Tellerwäscher zum Millionär". Da die Einwanderungsbehörden nicht mehr bescheid wussten, aus welchen Teilen Europas die Kolonisten und bisherigen Einwanderer gekommen waren, bzw. sie Einwanderer aus ganz Europa wollten, wurden diese Sprüche gezielt über ganz Europa einschließlich Russland verbreitet. Effekt war, dass dann in den 4 Jahrzehnten von ungefähr 1880 bis 1920 eine Masseneinwanderung stattfand, wie es sie zuvor nicht gegeben hatte.
Als Amerika dauerhaft unabhängig geworden war und florierte und expandierte, verfiel Europa zunächst der Klassiszistik, dann im fortgeschrittenen Stadium der Romantik.




Die (Kolonial-)Geschichte Europas lässt sich in Phasen einteilen. Eine erste Phase dämmerte im 16. Jh. herauf. und beinhaltete das 17. und 18. Jh. . In dieser Phase waren die am weitesten entfernten Kolonien, für die man sich in Europa intensiver interessierte, in der Karibik. Die Kolonien, die man am wichtigsten nahm, waren in Nordamerika die Kolonien, aus denen die USA werden sollten. Diese erste Phase nahm ein Ende mit der amerikanischen Unabhängigkeit. Die zweite Phase dämmerte mit der Erfindung von Dampfschiff und Eisenbahn und der Krönung von Königin Viktoria. Sie wird allgemein als 19. Jahrhundert bezeichnet oder als Viktorianische Epoche. Dieses 19. Jahrhundert endete nicht mit dem Jahr 1900, sondern mit dem Ersten Weltkrieg. In diesem Jahrhundert reichte das Interesse für Kolonien bis Australien und Neu Seeland. Es gab eine Massenauswanderung nach Amerika, wie es sie zur Kolonialzeit nicht gegeben hatte und wie es sie jetzt nach Australien nicht gab. ...
Diese Kolonialgeschichte bildet die Eckpfeiler europäischer Geschichte. Insbesondere ist ja auch nach gewöhnlicher revisionistischer Lehrmeinung, alles was vor ca. 1650 geschah prähistorisch. Wir haben aber das Geschichtsbild, dass Europa eine ewig lange Geschichte mit Renaissance ..


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A) Neue Welt versus Alte Welt -- 1) Geschichte der Geschichtserfindung
10 Apr. 2007 17:49

1. Vorgeschichte zur Entstehung unseres falschen Geschichtsbildes
Vor der Entdeckung Amerikas waren die europäischen Nationen klein am westlichen Ende der Welt im Vergleich zu den riesigen Flächen des Orients und dem fernen China. Der Orient hatte auf Europa herabgeschaut.
Das änderte sich als Amerika entdeckt wurde. Als die Besiedlung Nordamerikas durch nord-west-europäischen Nationen losging, wurde der Mythos aufgebaut, dass in Amerika alles größer und schöner ist. Durch geographische und biologische Natur war das bereits gegeben, später wurde es auch durch Menschenhand - größere Städte, größere Autos - realisiert. Der Mythos, dass in Amerika alles größer und schöner ist wurde ursprünglich von den Niederländern erfunden und in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich verbreitet um evangelische Auswanderer in eine niederländische Kolonie zu locken, die man dort als Unterschicht ausbeuten wollte. Der Plan ist aber nicht aufgegangen. Stattdessen verbreitete sich dieser Mythos im protestantischen Europa und durch Auswanderung dann nach Amerika.
Durch die geänderte Situation konnten nun europäische Herrscher auf den Orient herabschauen und beispielsweise sagen: "Was ist schon ein Sultan. Ich bin der König von Frankreich." Europäische Nationen konnten stolz auf ihre Kolonien in Nordamerika verweisen, die ein scheinbar unerschöpfliches Wachstumspotential nach Westen hatten.
Das änderte sich dramatisch durch die amerikanische Unabhängigkeit. Sie war und ist ein Disaster für Europa. Als sich in den Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit abzeichnete, dass sie von Dauer sein würde, ging ein großes Trauma/Minderwertigkeitskomplex durch Europa. Europa konnte jetzt nicht mehr auf seine Kolonien in Nordamerika verweisen, sondern musste mit den USA in Wettbewerb treten, den europäische Länder zwangsweise immer verlieren mussten.


2. Entstehung unseres falschen Geschichtsbildes
Außer in einer Disziplin: Geschichte. So fing man in Europa in jener Zeit an, Geschichte zu erfinden, ein großartiges Altertum mit Römern und Griechen und ein ausgedehntes Mittelalter. So eine Geschichte hatte Amerika definitiv nicht.
Man sagt noch heute, Amerika habe keine oder so gut wie keine Geschichte. Das mag zu Beginn des 19. Jahrhunderts mehr oder weniger gestimmt haben, stimmt heute aber defintiv nicht. Amerika hat knapp 400 Jahre Geschichte. Sie lässt sich so strukturieren: Zuerst wanderte die erste Generation von Gründervätern, auch genannt Pilgerväter, nach Amerika aus, um im nichts die ersten Kolonien zu gründen. Die Pilgerväter waren in Europa geboren und aufgewachsen. Es wurden nach und nach mehr Kolonien gegründet und in bestehende Kolonien wanderten Europäer aus, sowohl aus den jeweiligen Herkunftsländern der Kolonialgründer als auch aus anderen europäischen Ländern. Nach einem halben Jahrhundert Kolonialgeschichte waren alle Kolonien in britischer Hand. Nach 1² Jahrhunderten Kolonialgeschichte waren die meisten weißen Menschen, die in Amerika lebten, dort geboren und aufgewachsen und viele hatten einen Stammbaum, dass sie zurückverfolgen konnten, dass ihre Vorfahren seit vielen Generationen in Amerika lebten. Zu dieser Zeit kam es dann zur Unabhängigkeitsbewegung und die Kolonien wurden unabhängig und gründeten die USA. Diese USA dehnten sich sowohl nach Westen aus, als auch nahmen diese USA neue Einwanderer aus Europa auf. Nach ca 100 Jahren Unabhängigkeit war das letzte Stück Land im Westen vergeben, bis auf den Oklahoma Nachschlag. Nach 1² Jahrhunderten Unabhängigkeit schlossen die USA ihre Pforten: Quota Act I 1921, Quoto Act II 1924. 50 Jahre später wurde ich geboren.
Die amerikanische Geschichte ist eine Geschichte der Auswanderung (Pilgerväter) in Freiheit hinein, der Verlust von Freiheit durch Stamp Act und Townshend Act, die Wiedererlangung der Freiheit durch Unabhängigkeit, Auswanderung in das Land der Verheißung, wo alles größer und schöner ist, stabile demokratische Republik seit der Unabhängigkeit, Expansion nach Westen ins Unermessliche (aber doch nur endlich weit), zweite Auswanderung in den Westen, West Trek, Wilder Westen, Truckerlegende from coast to coast, Entstehung von Weltmacht, aber vor allem stringenter Kurs auf Entwicklung der modernen Technologie und Lebensweise, die heute die Welt beherrscht, Bau der Skylines, Straßen, Flughäfen, Kitty Hawk, Henry Ford und die Tin Lizzy, Filmindustrie und was ich vergessen habe. Die europäische Geschichte ist hingegen die Geschichte barbarischer und nicht technisierter Römer, düsteres Mittelalter mit langem Irrglaube (z.B. dass die Erde eine Scheibe ist), tyrannische gekrönte Herrscher, Hungersnöte, die mühsame, sklavische Erbauung der heute historischen Monumentalbauten, die im Vergleich zu modernen Bauten in Amerika und Australien und Ostasien gar nicht monumental sind, alt und verfallen, schiefe scheppe Gebäude, enge Gassen; eine moderne europäische Geschichte, die parallel zur Existenz Amerikas verläuft mit 2 Weltkriegen, Holokaust und Diktaturen, etc. Wie viel länger die europäische Geschichte im Vergleich zur Amerikanischen sowie auch Australischen auch sein mag, sie ist nicht ansehnlich.

Warum Römer:

Nachdem die Portugiesen das Geheimnis um den Seeweg nach Indien auf Geheiß des Papstes gelüftet hatten, gründete sich die Ostindien Kompanie in den Niderlanden, um eine Erfolgsgeschichte zu starten. Der südliche Nachbar der Niederlande, Frankreich, war auch eine seefahrende Nation und deutlich größer als die Niederlande. Frankreich wäre eigentlich der Kandidat gewesen um eine entsprechende Erfolgsgeschichte im Indienhandel zu starten, doch Frankreich hatte keine Initiative ergriffen. Die Niederlande befürchteten nun, dass Frankreich eines Tages nachziehen würde, und es zu einem Krieg zwischen Frankreich und den Niederlanden käme, bei dem die Niederlande dann schlechte Chancen hatten, ihn zu gewinnen.
England war längere Zeit eine protestantische Nation gewesen - nur ein überwiegend protestantisches Volk und ein protestantischer König, keine nominell protestantische Nation - da trat James II in seiner Jugend dem katholischen Glauben bei und bestieg später den Thron. Seine katholische Regierungsweise (11-Jahre-Diktatur (= Auflösung des Parlamentes für 11 Jahre), Einrichtung eines Kirchengerichtshofes etc) misfiel dem Volk und seinem Parlament sehr, und es erkannte, dass eine katholische Dynastie drohte. Das Parlament beschloss für Abhilfe zu sorgen: Ein Angehöriger des niederländischen Königshauses, der dort nicht in der Thronfolgelinie stand, der in das englische Königshaus eingeheiratet hatte, aber auch nicht in der englischen Thronfolgelinie stand, wurde vom Parlament auf den englischen Thron berufen und James II abgesetzt. 1688 "Declaration and Bill of Rights" alias "An Act Declareing The Rights And Liberties Of The Subject And Setleing the Succession of the Crowne" und 1701 "Act of Settlement".
Dieser niederländische König auf dem englischen Thron bekam von seiner Heimat einen Auftrag mit. Er sollte England darauf vorbereiten, in einem bevorstehenden französisch-niederländischen Krieg die Niederlande zu unterstützen. Zu diesem Zweck riss er den Hadrianswall ein und zwang Schottland in eine Union mit England; denn Schottland hätte einen Krieg gegen Frankreich ausnutzen können und England in einen 2-Fronten-Krieg verwicklen; stattdessen sollten lieber die Schotten gegen Frankreich mithelfen. Und die Engländer wurden durch subtile Propaganda, die der König unmerklich vertrieb, auf einen Krieg mit Frankreich vorbereitet: Es wurde eine Mentalität in England, auf Frankreich depiktierlich herabzuschauen, z.B. sich über französische Mode lustig zu machen. Es wurde der Gedanke verbreitet, Frankreich wolle an 3 Fronten angreifen: einen Tunnel unter den Kanal graben, Angriff auf See, und Angriff aus der Luft mit Ballons, die Frankreich gerade im 18. Jahrhundert erfand. Dadurch sollten die Engländer kampfbereit gegen Frankreich zur Hilfe der Niederlande gemacht werden, es hatte aber den Effekt, eher eine Hysterie zu erzeugen. Als dann tatsächlich Napoleon die Niederlande angriff, kam Großbritannien ihnen nicht zu Hilfe, sondern, im Gegenteil, ein Brief wurde geschrieben, dass die Niederlande doch England helfen sollten, woraufhin die Niederlande antworteten, da müsse sich England selber helfen. Dieser Briefwechsel wurde später datiert auf das späte Römische Reich als Abfall Englands vom verfallenden römischen Reich.
Im 18. Jahrhundert war es in England nun also populär und politisch korrekt, Stimmung gegen Frankreich zu machen, dass man auf Frankreich als Hort der imperatorischen, zu fürchtenden Eroberer herabschaut, in-Vergleich-zu-dem Großbritannien ein freies, schönes Land ist, was auch in eine Stimmung gegen den ganzen Kontinent umschlug. In dieser Atmosphäre schrieb ein Engländer einen Erfolgsroman, der in den Zeitgeist passte. Edward Gibbon, The Decline and Fall of the Roman Empire. Später wurde in Deutschland ein bombastischer Erfolgsroman geschrieben, die Buddenbrooks, aber dieser englische Erfolgsroman war bombastischer. ‘Die Buddenbrooks‘ beschreibt lediglich eine Dynastie, eine Familiengeschichte. Aber dieser englische Roman beschrieb ein ganzes Weltreich: das römische Reich. Er handelt von einem Volk von Übermenschen, das aus englischer Sicht jenseits von Frankreich beheimatet ist, das darauf aus ist, sich ein Weltreich zu erobern, dabei große Teile des europäischen Kontinentes erobert und spezifisch Wert darauf legt, den Kanal zu erreichen, zu überqueren und auch England unter Kontrolle zu bringen.
Im 19. Jahrhundert hat man dann diesen Roman als historisches Werk uminterpretiert. Fomenko stellt fest, dass das, was wir über die alten Römer wissen, sich aus zwei Quellen zusammensetzt: 1) die einen Quellen geben einen Zeitstrang von Ereignissen, von denen Fomenko nachgewiesen hat, dass davon viele Duplikate in der gesamten Geschichtsschreibung existieren und die Ereignisse in vergleichsweise jüngerer Zeit und an einem anderen Ort stattgefunden haben, und 2) das Werk von Gibbon, das das Alltagsleben im antiken Rom beschreibt, zeitlos als hätte es sich in der gesamten Geschichte des römischen Reiches nie geändert.
Im 19. Jahrhundert entstand das Zeitalter des Klassizismus, wo anlässlich der amerikanischen Unabhängigkeit in Europa massenhaft Gebäude in klassischen, veralteten Stilen erbaut wurden, um sich und der Welt vorzutäuschen, Europa wäre reicher an Geschichte und an historischen Bauten als es tatsächlich ist. In dieser Zeit lebte Napoleon Bonaparte. Die Geschichte der Porta Nigra ist, dass sie das Überbleibsel römischer Bauten war, im Mittelalter ein Kloster darum gebaut wurde, es in Vergessenheit geriet, dass im Kloster die Porta Nigra stand und die Mönche ihr Wissen um die Porta Nigra geheim hielten. Von Napoleon wurde veröffentlicht, dass sich im Kloster die Porta Nigra befindet. Er ließ das Kloster abreißen, um die Porta Nigra freizulegen. Seither kann sie von der Öffentlichkeit bestaunt werden. Die genaue Beschreibung von Augenzeugen, dass im Kloster ziemlich lang gewerkelt wurde, ziemlich lange Bautrupps zum Kloster gingen, bevor die eigentlichen Abrissarbeiten begannen, deutet eher auf den Umstand hin: dass die Porta Nigra erst in das Kloster hineingebaut werden musste, bevor das Kloster abgerissen werden konnte und der Eindruck entstand, sie sei schon immer da gewesen. Augenzeugen beschreiben, dass sie wie neu aussah. Der Tatbestand, dass das Volk nichts von ihr gewusst hatte, ist also damit begründet, dass sie nie zuvor existiert hatte. Das Kloster hatte schon einiges an christlicher Geschichte auf dem Buckel. Aber das war Napoleon nicht genug: Er wollte ältere, vorchristliche Geschichte. Es gibt historische Photographien der Sphinx aus dem frühen 20. Jahrhundert. Natürlich auch photographien aus späteren Zeiten, bis auf den heutigen Tag. Auf diesen Photos kann man beobachten, wie die Sphinx verfällt. Insbesondere erodiert ja die Nase. Wir wissen aber auch wie die Sphinx mal ausgesehen haben muss. Etwa wird ja wird ja z.B. nicht die Nase viermal so lang gewesen sein wie die übrige Statue, sondern so groß gewesen sein, wie groß Nasen nun mal sind. Dann kann man von der Geschwindigkeit des Verfallsprozesses und dem, wie weit er bereits fortgeschritten ist, zurückrechnen oder schätzen, wann die Sphinx wohl gebaut worden ist. Man kommt dann auf die Zeit als Napoleon sie entdeckte.
Manche Leute behaupten, in der Renaissance sei die Antike erfunden worden. Tatsächlich gab es aber laut offizieller Geschichtsschreibung eine zweite Renaissance, das 19. Jahrhundert, insbesondere mit Heinrich Schliemann und Pierre Baron de Coubertin. Meiner Meinung nach sind in dieser zweiten Renaissance sowohl die Antike als auch die erste Renaissance erfunden worden. Das macht Sinn. Eine großartige Zivilisation (Antike), die für die Amerikaner unerreichbar fern in der Vergangenheit liegt; danach fällt Europa in einen Dornröschenschlaf, um mit der Renaissance gerade noch rechtzeitig vor der Entdeckung Amerikas und Eroberung Nordamerikas wieder zu erwachen.
Auf das Zeitalter des Klassizismus folgte das Zeitalter der Romantik, in dem man sich der Illusion hingab, es habe in Europa mal eine Zeit gegeben, in der es niemanden interessierte, dass Europa nur einer von mehreren Kontinenten auf der Welt ist, wo Europa isoliert existiert habe und eine großartige Zeit gehabt habe.


622-Jahre-Shift in der englischen Geschichte

Bei meinem Durchschauen des Geschichtsstranges der englischen Geschichte auf der Internetseite Fomenkos und anderen Seiten und Geschichtsbüchern (Schulbücher) fielen mir die Parallelen zwischen Wilhelm dem Eroberer 1066 und Wilhelm van Oranje 1688 auf. Wilhelm van Oranje ist eine gutartige Geschichtsfigur, Wilhelm der Eroberer ist durch und durch böse. Das lässt darauf schließen, dass es sich um dieselbe Figur handelt, einmal beschrieben durch seine Freunde, das andere mal durch seine Feinde. Nun, die Geschichtsüberlieferung von Wilhelm dem Eroberer kommt dadurch zustande, dass sie in der Anglosaxon Chronicle steht, geschrieben in lateinischer Sprache, entdeckt in einer Kirche in England im 19. Jahrhundert. Zur Zeit von Wilhelm van Oranje und vorher lebte eine Minderheit von Katholiken in England, die Recusanten. Im Gegensatz zur Anglikanischen Kirche, die ausschließlich die englische Sprache benutzt, ist in der Katholischen Kirche weltweit die Benutzung der lateinischen Sprache üblich. Die katholische Kirche Englands steckt ganz gewiss dahinter, dass James II zum Katholizismus übertrat. Es ist naheliegend anzunehmen, dass während die Geschichte in England geschah, die uns als neuzeitlich bekannt ist, die katholische Kirche Englands ihre eigene Geschichtsschreibung betrieb, sie in lateinischer Sprache aufschrieb und nur in ihren eigenen Kirche aufbewahrte, und sie für sich geheim hielt, da sie andernfalls bedrückung fürchtete. Im 19. Jahrhundert, im allgemeinen Trieb nach alter Geschichte zu suchen, wurde dann die Anglosaxon Chronicle in katholischen Kirchen in England gefunden und auf die Zeit des Mittelalters datiert.
In der Anglosaxon Chronicle findet man keine Notiz einer 11-Jahre-Diktatur, denn diese war nur aus protestantischer Sicht eine Diktatur. Das oben erwähnte Ereignis "Zu diesem Zweck riss er den Hadrianswall ein und zwang Schottland in eine Union mit England; denn Schottland hätte einen Krieg gegen Frankreich ausnutzen können und England in einen 2-Fronten-Krieg verwicklen; stattdessen sollten lieber die Schotten gegen Frankreich mithelfen." habe ich nur geschrieben, weil ich Wilhelm van Oranje mit Wilhelm dem Eroberer gleichsetzte. Man findet dieses Ereignis nur in der Anglosaxon Chronicle, da es nur aus katholischer Sicht, nicht aber aus protestantischer Sicht verheerend war.
Da nach nordamerikanischer Geschichte 1689 Carolina in North und South Carolina gespalten wurde, schlussfolgere ich, dass es eine der frühen Amtshandlungen Wilhelm van Oranjes, also auch Wilhelm des Eroberers war.
Danach ist die Magna Carta neu zu datieren: 1215 + 622 = 1837. Das ist das Jahr der Krönung Königin Viktorias. Die Magna Carta wurde offiziell im späteren 19. Jahrhundert wiederentdeckt, nachdem sie zuvor lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Die Magna Carta erscheint mir damit eine Trutzreaktion der Katholiken Englands auf die Krönung Königin Viktorias. Ihre lateinische Sprache verweist auf nichts, als dass die Katholiken all ihre Dokumente in lateinischer Sprache geschrieben hatten.
Wenn Fomenko meint, die Anglosaxon Chronicle sei beim Oströmischen Reich abgeschrieben, sehe ich mich verleitet, ihm hier unrecht zu geben. Ich meine, es ist eher umgekehrt herum passiert.





Früher legten die Menschen keinen Wert auf eine genaue Geschichtsschreibung und Überlieferung. Sie interessierten sich nicht zu sehr für die Geschichte und dachten auch "unsere Nachfahren werden sich weder für unsere Geschichte noch für unsere Gegenwart interessieren".
Das änderte sich im Zeitalter des Klassizismus. Da entwickelte Europa den Historismus, da es die einzige Disziplin war, in der Europa damals mit Amerika mithalten und es weit übertreffen konnte. Seither betreibt Europa eine Kultur, der Alten Römer, Griechen und anderes(alte Germanen, alte Kelten, Mittelalter etc) besonders hoch zu halten und zu verehren. Diese Kultur wurde im 20. Jahrhundert von anderen Teilen der Welt übernommen.


3. noch fälschere Chronologie
In Amerika verfügte man im fortgeschrittenen 20. Jahrhundert nur über eine magere Geschichtsschreibung aus der Kolonialzeit und aus dem 19. Jahrhundert. Es ist bekannt, dass es viele magische Parallelen zwischen Lincoln und Kennedy gab. Das ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Daten über Lincoln, die mit Kennedy korrelieren, ein um ein Jahrhundert in die Vergangenheit geschobenes Duplikat Kennedys sind. Entsprechend ist Andrew Johnson ein Duplikat von Lyndon Johnson. Der Mythos um Lincolns Befreiung der Sklaven wurde vermutlich erst zur Zeit Rosa Parks und Martin Luther Kings aufgebaut. Die Geschichte New Yorks ist zu rund: Flächenwachstum von 1825 bis 1898, Höhenwachstum von 1900 bis 1975, Bau des ersten Hochhauses von 1900 bis 1902. Gemäß der Philosophie von Fomenko müsste das erfunden sein.
Jemand in diesem Forum hat festgestellt, dass chinesische Geschichtsstränge verblüffende Ähnlichkeit mit europäischer Geschichte haben. China wusste wohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts so gut wie gar nichts über seine Geschichte und hat dann die europäische Geschichte auf China umgeschrieben. In diesem Prozess gab sich dann China eine noch längere Geschichte als Europa sich erfunden hatte. Da man damals schon an Evolution glaubte, stellte China dann noch den Spruch auf die Beine: "Unsere Vorfahren waren schon zivilisiert, da waren eure Vorfahren noch Affen in den Bäumen."
Im 20. Jahrhundert war China in kommunistischer Hand. Kommunisten waren Atheisten. Da passte der chinesischen Regierung eine Geschichte Chinas, in der die Chinesen schon immer atheistisch gewesen waren, wo vor dem Kommunismus nur unterdrückerische absolutistische Kaiser geherrscht hatten, und Rot schon immer Nationalfarbe gewesen war. In Indien hingegen passte (1947) eine Geschichte eines religiösen Volkes.





4. Die amerikanischen Gründerväter und die Zeitrechnung, und die Bibel
(Dieses Kapitel ist nur dafür da, um zu zeigen, dass die Existenz der Bibel meine anderen Thesen nicht widerlegt.)
Während im 18. Jahrhundert noch keine Lehre von der Existenz Alter Römer und Alter Griechen vorlag, gab es aber schon die Bibel in der heutigen Fassung. Die amerikanischen Gründerväter waren gläubige Christen und gläubige Juden. Die Bibel war im Amerika jener Zeit die weitest verbreitete und gelesene Schrift, gefolgt vom Exerzierbuch van Steubens auf dem zweiten Platz. Schon die Pilgerväter hatten laut offizieller Geschichtsschreibung Bibeln nach Amerika mitgebracht. Die Bibel lag damals schon in der Version von heute vor, und in der Bibel ist die Rede von Römern.
Das ist ein klarer Hinweis, meine obige archäologische Theorie zu falsifizieren. Doch eine genauere Untersuchung der Bibel zeigt, dass in der Bibel nirgends von einem Imperium Roms die Rede ist. Das wird uns, zumindest wurde mir, nur im heutigen Schulunterricht erzählt, dass die biblische Geschichte mit der Geschichte Roms direkt korreliert. Wenn man sich die Struktur des neuen Testamentes anschaut, sieht man, dass es eine Reihe von Briefen gibt:
. - einen an die Römer
. - zwei an die Korinther
. - einen an die Galater
. - einen an die Epheser
. - einen an die Philipper
. - einen an die Kolosser

. - zwei an die Thessalonicher
Rom, Korinth, Galatien, Ephesos, Philippos und Kolossos sind alles Städte. Rom steht mit den Städten Galatien, Ephesos, Philippos und Kolossos in einer Reihe. (Galatien ist keine Stadt, sondern eine Gegend mit einigen Gemeinden.) Nichts deutet in diesen Briefen auf die Existenz eines römischen Weltreiches hin, sondern lediglich ist Rom eine Stadt, die bereits existiert, und die zur zu christianisierenden Welt hinzugehört.
In der Apostelgeschichte gelangt Paulus zum Schluss nach Rom. Uns wird, mir wurde, in der Schule erzählt, dass das der wichtigste Schritt von Paulus gewesen sei. Er musste Rom christianisieren, um das römische Reich zu christianisieren. Aber in der Apostelgeschichte ist im Wortlaut davon nichts zu erkennen. Rom ist lediglich zufällig seine letzte Station, die er auch gar nicht gezielt anstrebt.
In den Evangelien begegnet Jesus mehrfach Zöllnern und Söldnern und erzählt Parabeln über Zöllner und Söldner. Nie ist davon die Rede, dass diese Zöllner und Söldner Römer seien. Pontius Pilatus heißt in der Originalfassung lediglich Pilatos, kein lateinischer Klang in seinem Namen, der griechische Klang ist durch die griechische Sprache der Originalfassung begründet. Er wird in der deutschen (evangelisch 1956) Fassung ‘Landpfleger‘ genannt, auf Griechisch Hegemon, Hegemon heißt eher Herrscher, Machthabender; kein Hinweis auf einen römischen Kaiser. Im Evangelium nach Lukas ist bei der Geburt Jesu die Rede von einer Volkszählung, die von Kaiser Augustus durchgeführt wird. Nur Kaiser Augustus wird erwähnt nicht Rom. Er muss der ehrliche Kaiser des Landes oder der Welt gewesen sein, nicht der Kaiser eines Volkes, das alle anderen Völker unterdrückt.
Im Alten Testament ist von Ägypten und Pharao die Rede, jedoch nicht von Pyramiden oder Sphinx.




6. Vergrößerung des falschen Geschichtsbildes
Im 19. Jahrhundert waren die Bauwerke der Alten Römer und der Alten Griechen noch auf Weltniveau und beeindruckend. Auch Amerikaner, die Europa besuchten, oder aus Schilderungen und Büchern erfuhren was es in Europa gibt, konnten beeindruckt sein von den Hinterlassenschaften der Alten Römer, die man in ganz Westeuropa finden konnte, und von den Hinterlassenschaften der Alten Griechen, die man in Süditalien, Sizilien und Griechenland finden konnte, und von den großen Kirchen wie dem Petersdom aber insbesondere dem Kölner Dom. Aber dann entstanden in Amerika moderne imposante Bauten: zuerst der Eriekanal - Na ja, ein Kanal -; dann die Brooklyn Bridge; dann Hochhäuser. Da hörten die Bauwerke aus der Antike auf, absolut imposant zu sein, und waren nur noch relativ imposant, dass die Alten das schon damals (hingekriegt) geschafft haben. Auch wurde die amerikanische Geschichte immmer älter. Eine neue größere Geschichte musste her, die viel weiter zurücklag, viel länger gedauert hatte und viel größere Bauten hervorgebracht hatte: das alte Pharaonische Ägypten.
Vorlage für die erfundene Geschichte "Alte Pharaonen lassen sich in riesigen Pyramiden beerdigen" war vermutlich Fürst Pückler. Fürst Pückler liebte seine Gärten und wollte sich folglich in einem seiner Gärten beerdigen lassen. Aber er wollte nicht, dass andere, und das betrifft auch Gärtner, auf seinem Grab herumtrampeln. Also ließ er sich in einer Pyramide aus Erde bedeckt mit Gras begraben. Das machte für Fürst Pückler Sinn. Für die Pharaonen, wenn sie existiert hätten, hätte es aber keinen solch naheliegenden Sinn gemacht, sich in riesigen Steinpyramiden beerdigen zu lassen. / Natürlich war auch die Bibel Vorlage.
Der Erfinder der Ägyptischen Geschichte hatte es damit zu tun, dass vor seiner Erfindung Europa mit der Antike eine ca 2000- bis 3000-jährige Geschichte hatte. Diese 2000 Jahre waren ihm nicht genug, er wollte, dass die Alte Welt eine 20.000-jährige Geschichte habe. Also erfand er, dass ein bekannter Alter Grieche von einem Freund, der in Ägypten gewesen war, gehört haben solle, dass die ägyptischen Pharaonen über eine 18.000-jährige Geschichtsschreibung verfügten. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden dann die Pharaonengräber ausgegraben. Die Pharaonengräber, die man auch ohne die in Amerika entwickelten Bautechniken in ein paar Jahren bauen konnte, um sie bei ihrer Vollendung 1922 zu entdecken und den Pharao auszugraben; und die in Ägypten liegen mussten, damit man eine Entschuldigung hatte, warum sie bislang in Europa noch nicht bekannt gewesen waren.

Dann wurde es einigen Amerikanern, denen bekannt war, dass es sich um Fälschungen handelt, zu bunt, und sie erfanden auch Amerika seine eigene urige Geschichte. US-Amerikaner reisten nach Mexiko in den Jungle, um dort mexikanische Pyramiden aus vorkolumbinischer Zeit zu "entdecken". (Das war 1926.) Diese Pyramiden waren dann nicht so alt und nicht so groß, wie die Pyramiden von Giseh. Amerika hat das nicht nötig und will Europa auch nicht reizen in seinem Nofretete-Fieber. Und die Pyramiden sollten ja auch im Jungle verborgen sein, da dürfen sie nicht über die Baumwipfel hinausragen. Aber sie waren trotzdem weiterentwickelt. Die Pyramiden in Ägypten kann man nur von außen bewundern und um sie herumlaufen, um sie ehrfürchtig zu bestaunen. Aber die Pyramiden in Mexiko haben Treppen an ihrer Außenseite, so dass man auf sie hinauflaufen kann.




7. Abkehr vom Kolonialismus
. 1) Mit dem Ersten Weltkrieg ist für Europa und Großbritannien das große Zeitalter des Kolonialismus zuende gegangen. 2) Im 19. Jahrhundert verfügte Großbritannien über ein Kolonialreich, gegen das die Kolonialreiche kontinentaleuropäischer Länder mickrig erscheinen. Dort, wo es drauf ankam, in Nordamerika vor der Unabhängigkeit, hatte Großbritannien die Nase vorn gehabt. Nach einer Anfangszeit gehörten alle Kolonien Großbritannien bis zur Unabhängigkeit. Australien war von Anfang bis Ende in britischere Hand gewesen, nie in kontinentaleuropäischer Hand. Australien gehörte zwar ursprünglich unter dem Namen Neu Holland den Niederlanden. Aber die Erschließung Australiens als Siedlungsland für Auswanderer fand erst später statt. 3) Deutschland hatte in Nordamerika nie Kolonien gehabt; denn Deutschland bildete erst unter Bismarck ab 1870 eine Einheit, die nötig war für Kolonialismus; Hansestädte für sich allein betrieben keinen Kol. . So stieg Deutschland in den Wettbewerb erst ein, als alles Land bereits vergeben war. So beteiligte sich Deutschland nur am unsinnigen Kolonialismus in der Alten Welt in Afrika und nicht am Kolonialismus in den Neuen Welten.
Gemäß dem Prinzip "Die Trauben hängen zu hoch. Sie sind sauer." haben wir dann wohl danach die heutige Mentalität entwickelt, dass unser Kolonialismus schlecht und böse gewesen sei.


Geändert von Ra. Brunotte am 29.Apr.2007 19:02


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